Seit Anfang 1996 bin ich fast täglich
mit dem Bompton unterwegs.
Zunächst nutzte ich es auf dem Weg zu meiner Fortbildung in Dortmund: Mit dem Auto fuhr
ich jeden Morgen zum Bahnhof nach Duisburg. Parkplatzsorgen hatte ich nicht mehr, denn
durch das Faltrad hatte ich einen wesentlich größeren Aktionsradius als
zu Fuß. Im Bahnhof hatte ich jedesmal staunende Zuschauer beim Falten des Rades. Mit dem
Zug ging's dann nach Dortmund und dort nochmal 2 km per Rad durch die Stadt.
Ich war immer schneller als meine Kollegen, die die Stadtbahn nehmen
mußten. Nachmittags war ich flexibel was z.B. das Einkaufen anging.
Dortmund oder Duisburg? Egal - mein Rad war ja immer dabei. Das Brompton läßt sich
übrigens wunderbar durch den Straßenverkehr manövrieren: Durch den
schmalen Lenker kommt man z.B. durch Autoschlangen durch, wo andere
Fahrräder schon aufgeben müssen.
Heute habe ich es zwar nur 2 km zur Arbeit,
ich ziehe das Brompton aber meinem "normalen" Fahrrad vor: Das Falten und
Mitnehmen des Bromptons geht schneller als Abstellen und Abschliessen des Normalrads. Im
Büro steht das "Brommi" im Schrank - trocken und warm.
Wenn
ich auf dem Heimweg einkaufen will, packe ich das Brompton einfach in den Einkaufswagen
und schiebe es durch den Laden. An die verwunderten Blicke der Leute habe ich mich längst
gewöhnt. (An der Kasse gibt's keine Probleme.)
Im
normalen Straßenverkehr muß man ständig mit Reaktionen der Anderen
rechnen: Kinder fangen an zu lachen, Leute staunen und schauen einem
nach. Selbst die coolsten Typen lassen sich durch ein vorbeifahrendes Brompton noch
beeindrucken. Manchmal werde ich auch angesprochen und jemand will mehr
über das Fahrrad wissen. Für solche Leute habe ich immer einen Minizettel
dabei.
Einige
Äußerungen, die ich unterwegs immer aufschnappe: "Mama, der hat aber ein kleines
Fahrrad!", "Guck mal, was für'n komisches Fahrrad!", "Boa, cooles Rad
ey!", "Hahaha!", "Hä, watt is datt denn?" - Es gibt keine
Fahrt ohne Bemerkungen oder Staunen von Passanten!
Bisher habe ich das Brompton auch mit in
Kinos, Planetarien und Ausstellungen genommen. Eine selbstgemachte, leichte, schwarze
Hülle verwandelt es in ein unscheinbares "Gepäckstück". Wenn jemand
fragen würde, was das ist, würde er mir eh nicht glauben. Man kann es aber auch an der
Garderobe abgeben; dann aber die 12kg besser selber hinter die Theke tragen!



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